Uni Karlsruhe Maschinenbau WS 08/09
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Autor Thema: Elastische Verformung  (Gelesen 2890 mal)
Flashover
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« am: 30. September 2009, 08:44:28 »

Hab mal ne Frage zum elastischen Verformungsbereich bei ner Spannungs-Dehnungs-Kurve:

Wenn der Prüfer mich fragt wie es dazu kommt, dass hier rein elastische Verformungen auftreten, würde ich sagen:

In diesem Bereich werden die Atome aus ihrer Gleichgewichtslage bewegt, was zu einer höheren Rückstellkraft in die Gleichgewichtslage, gemäß dem Zusammenhang F = F_an + F_ab = 0, führt.
Erst wenn F_ab einen kritischen Wert überschreitet, werden die dadurch hervorgerufenen Spannugen im Werkstoff durch Plastizierung abgebaut.

Kann man das so sagen oder gibts da eine bessere bzw. genauere Antwort?

Danke!
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Johannes
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« Antworten #1 am: 30. September 2009, 10:30:04 »

klingt ein bisschen zu sehr auswendig gelernt, da wird er bohren ob du wirklich verstehst was du sagst. Der Part mit der "höheren Rückstellkraft in die Gleichgewichtslage" ist ein bisschen arg schwammig, höher als im plastischen Bereich? falsch, durch Verfestigung brauchste da im Zweifelsfall sogar größere Kräfte. Höher als die Kraft mit der du belastest? Dann wärs nicht mehr elastisch.

Lass die Formeln weg und erklär einfach nur was sie aussagt, elastischer Bereich = kovalente metallische Bindungen = von mir aus energieelastisch weil Atomabstände verändert werden.
« Letzte Änderung: 30. September 2009, 18:03:37 von Johannes » Gespeichert
Flashover
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« Antworten #2 am: 30. September 2009, 11:10:47 »

Ja stimmt du hast recht, vielleicht ist es auch besser etwas Wissen zurückzuhalten und erst damit auszupacken, wenn der Prüfer weiter bohrt...

Danke mal!
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MrUnbekannt
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« Antworten #3 am: 30. September 2009, 17:35:56 »

@johannes: kovalent?? oO
einfach sagen, dass der gleichgewichtsabstand um minimalen abstand delta-r verändert wird, ggf. noch das diagramm zeichnen und die kohäsionskraft aufzeigen, bei deren überwindung die bindung aufbrechen würde. würd ich so machen zumindest^^ wenn er nachfragt, wär ja net schlimm ... anziehende kraft ist die coulombsche kraft und die abstoßende steigt exponentiell. die summe daraus ist die gesamtkraft.
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Die Mehrheit bringt der Mathematik Gefühle entgegen, wie sie nach Aristoteles durch die Tragödie geweckt werden sollen, nämlich Mitleid und Furcht. Mitleid mit denen, die sich mit der Mathematik plagen müssen, und Furcht: daß man selbst einmal in diese gefährliche Lage geraten könne.
Johannes
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« Antworten #4 am: 30. September 2009, 18:06:36 »

@johannes: kovalent?? oO
ups, mein Wissen ist flüchtig merk ich gerad' Also keine kovalente Bindung, sind ja bei Metallen. Das Prinzip bleibt das gleiche, Atomabstände ändern die aber nicht geändert werden wollen, also baldest möglich zurück verformen.
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Adrian
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« Antworten #5 am: 30. November 2010, 19:21:18 »

Hallo zusammen,
auch wenn Werkstoffkunde bei uns schon lange her ist habe ich mal eine Frage.
Ein Freund von mir, der Physik studiert hat mich gefragt ob der E-Modul temperaturabhängig ist oder nicht. Ich konnte mich nicht daran erinnern, ob so etwas einmal angesprochen wurde in der Vorlesung oder im Skript. Liegt das an meiner Vergesslichkeit und es weiß jemand mehr oder haben wir so etwas tatsächlich nie behandelt.
Danke schonmal für die Antworten!
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ghjk
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« Antworten #6 am: 30. November 2010, 19:35:42 »

ja, E-Modul ist temperaturabhängig, d.h. je größer die Temperatur während der Belastung, desto kleiner ist der E-Modul! Wenn ein Werkstoff erwärmt wird, dann vergrößern sich die Abstände zwischen den Atomen aufgrund der erhöhten Atomschwingungen (bzw. Elektronenschwingungen) und so weiter, d.h. der Gleichgewichtsabstand wird verlassen. Und da der E-Modul ja proportional oder sogar in etwa gleich der Steigung der Bindungskraft(=Anziehungskraft+Abstoßungskraft) beim vorliegenden Atomabstand ist und die Steigung der Bindungskraft beim Verlassen der Gleichgewichtslage (hier also bei der Zunahme des Atomabstandes) immer kleiner wird, wird damit auch der E-Modul kleiner. Siehe Seite 21 im WK I Skript!
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Adrian
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« Antworten #7 am: 01. Dezember 2010, 11:57:52 »

So hatte ich es ihm auch erklärt aber ich war mir nicht sicher ob man das so sagen kann... Danke auf alle Fälle.
Was mich nur an dieser Theorie zweifeln lässt ist die Tatsache, dass wir das nie ausdrücklich gesagt bekommen haben. Also weder in MKL, TM oder WK. Denn eigentlich müsste man doch dann z.B. in MKL je nach Temperatur verschiedene Berechnungen machen. Aber plausibel finde ich die Erklärung von oben schon...
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2010, 12:01:35 von Adrian » Gespeichert
Marius89
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« Antworten #8 am: 01. Dezember 2010, 12:09:38 »

Das stimmt soweit alles. In Systematischer Werkstoffauwahl wird das mal angesprochen, hieraus auch diese Folie:

http://img508.imageshack.us/f/captureor.jpg/
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Adrian
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« Antworten #9 am: 01. Dezember 2010, 13:03:54 »

Vielen Dank. Aus dieser Quelle glaube ich es natürlich :-).
Aber mal eine andere Frage...wieso hast du jetzt schon Folien von einem Wahlpflichtfach, das erst im Sommersemester stattfindet. Habe ich da was verpasst und die Vorlesung ist doch schon? Oder woher bekommt man jetzt schon die Unterlagen. Dann würde ich nämlich auch schonmal reinschauen.
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Marius89
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« Antworten #10 am: 01. Dezember 2010, 13:30:33 »

Ich hatte das Fach im 4. Semester vorgezogen, weil ich es unbedingt belegen wollte, im 6. Semester (in dem es erst wieder angeboten wird) aber nicht an der Uni bin.
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